Saatgut: Auswahl und Aussaat

Neben dem Arbeiten auf dem Feld bin ich auch eingetaucht in die Welt des Saatgutes. Welche Samen sollte ich auswählen? Wann war der beste Zeitpunkt zur Aussaat?

 

Auswahl Saatgut

Schon von Beginn an war für mich klar, mein Saatgut über die Stiftung Pro Specie Rara zu beziehen.  Ihr Ziel ist es, alte und oft auch gefährdete Kulturpflanzen (und Nutztierrassen) vor dem Aussterben zu bewahren. Für 70.00 CHF pro Jahr, kann die Mitgliedschaft erworben werden. Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, kostenlos Saatgut zu bestellen. Dieses wird einem dann von den jeweiligen Saatgutbetreuern zugesandt. 

Für den Garten vor meinem Haus habe ich u.a. Karotten, Kürbis, Tomaten & Salat ausgewählt. Für den Permakulturgarten habe ich verschiedene ‘Schmetterlingsblütler’ (Bohnen & Erbsen) bestellt. Sie gelten als Pionierpflanzen und führen der Erde den wichtigen Kohlenstoff zu. Ende Sommer werden die Pflanzen geschnitten und die Wurzeln im Boden belassen. So werden ihre Nährstoffe direkt vor Ort wiederverwertet.


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Aussaat 

Im März durfte ich dann die ersten Gehversuche in der Pflanzenanzucht tätigen. Über mehrere Tage verteilt, säte ich die verschiedenen Samen aus. Wie im Permakulturkurs empfohlen, hielt ich mich dabei an den Aussaat-Kalender von Maria Thun. Dort werden die Pflanzen in vier Kategorien eingeteilt:

 

·     Wurzelgemüse (wie Möhren, Rote Bete, Radieschen)

·     Fruchtgemüse (wie Gurken, Tomaten, Paprika)

·     Blattgemüse (wie Spinat, Mangold, Salat)

·     Blütenpflanzen (wie Blumen, Brokkoli oder auch Artischocken)

 

Der Kalender richtet sich nach dem Mond und auch den andern Planeten. An gewissen Tagen gedeihen manche Gemüsekategorien besser. Schon eine Woche nach der Aussaat reckten die ersten Pflänzchen ihren Kopf aus der Erde – juhu! Anfangs April pikierte ich die Pflanzen. Leider haben es nicht alle gleich gut überstanden: Ich habe wohl manchmal etwas zu forsch an ihnen gezupft. Mittlerweile habe ich noch eine zweite Runde Pflanzen ausgesät. Übung macht den Meister! Anfangs Mai werde ich den Pro Specie Rara Setzlings-Markt besuchen – falls mir etwas fehlt, kann ich es dort dazukaufen.

Produktion

Im Spätsommer / Herbst werde ich meine Ernte zu einem grossen Teil weiterverarbeiten. Auch hier konnte ich schon etwas üben: In den letzten beiden Wochen habe ich 3.5 Liter Löwenzahnhonig hergestellt und abgefüllt. Dieser kann käuflich erworben werden. Wenn du ein Gläschen möchtest, kannst du mich gerne kontaktieren. Der Honig ist rein pflanzlich – da ich auf jegliche tierische Produkte in meiner Ernährung verzichte, ist das für mich selbstverständlich.


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